12.09.2014
Sonderhoff

Neue Dosierzelle – modular, flexibel, präzise und sicher

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Lesedauer: 5 Minuten.

Sonderhoff Engineering, Köln, stellt auf der Fakuma die neue Dosierzelle Smart – DM 402 für das Dichtungsschäumen, Kleben und Vergießen vor. Die Dosierzelle ist in einem neuen, noch kompakteren Design […]

Die neue Dosierzelle Smart - DM 402 als Baukastensystem modular, flexibel und mit integrierter Sicherheitstechnik dosiert sehr genau und sicher. (Foto: Sonderhoff)

Die neue Dosierzelle Smart – DM 402 als Baukastensystem modular, flexibel und mit integrierter Sicherheitstechnik dosiert sehr genau und sicher. (Foto: Sonderhoff)

Sonderhoff Engineering, Köln, stellt auf der Fakuma die neue Dosierzelle Smart – DM 402 für das Dichtungsschäumen, Kleben und Vergießen vor. Die Dosierzelle ist in einem neuen, noch kompakteren Design konsequent modular aufgebaut und mit einer neuen integrierten Sicherheitstechnik ausgestattet. Mit standardisierten Einzelmodulen lässt sie sich jetzt noch flexibler an unterschiedliche Fertigungskonzepte anpassen.

Um das komplexe, fein abgestimmte Zusammenspiel zwischen Dosiermaschine und Linearroboter weiter zu verbessern wurde eine Reihe von Veränderungen vorgenommen. Der Misch- und Dosierbereich sowie der Linearroboter finden kompakt auf einem gemeinsamen Grundgestell Platz. Die Dosierzelle ist dank standardisierter Einzelmodule einfach und modular konstruiert. Sie besitzt große, rechteckige Öffnungen bei den Front- und Seiten-Hubtüren und einzeln einsetzbare Sichtscheiben. Dank der Modularität sind nachträgliche Umbauten aufgrund veränderter Fertigungskonzepte mit geringem Planungsaufwand schnell umzusetzen. Für häufig wechselnde Anwendungsfälle und Bauteilstückzahlen können unterschiedliche Module einfach an den Zellenkorpus angedockt werden. Ein ungehinderter Zugang für Wartung und Reinigung ist durch ein Öffnen der Wartungstür im 180°-Winkel über die gesamte Höhe sichergestellt. Wenn zum Beispiel die Spülbehälter unterhalb der Misch- und Dosierebene entleert werden müssen, erfolgt das bedienerfreundlich per Rollenauszug.

Der gute Zugang ist auch durch das abnehmbare Zellendach gegeben. Ohne Dach, abhängig von der nivellierbaren Einstellung der Aufstellfüße, misst die Zelle in der Höhe 2,20 m. Das ist für Überseetransporte in Seecontainern entscheidend, bei denen die Türöffnung nach ISO-Standard 2,28 m hoch ist.

Hohe Bedienerfreundlichkeit

Mischkopf MK 600 mit Hochdruckwasserspülung. (Foto: Sonderhoff)

Mischkopf MK 600 mit Hochdruckwasserspülung. (Foto: Sonderhoff)

Zusätzlich erhöht wird der Bedienkomfort durch eine verbesserte Zugänglichkeit zum Misch- und Dosierbereich in der Zelle. Der abschließbare geschlossene Maschinenschrank mit der Anlagenperipherie befindet sich unmittelbar an der Zellenrückwand. Die Steuerungstechnik ist nach wie vor in einem separaten Schaltschrank untergebracht. Eine gesondert abgetrennte Versorgungsebene im Zellenboden sorgt für eine geschützte Führung der elektrischen und pneumatischen Leitungen. Die Schlauchführung der einzelnen Materialkomponenten von den Dosierpumpen zum Mischkopf ist ebenfalls verbessert worden.

Der Werker hat zum Einlegen der Bauteile großzügige Bewegungsfreiheit vor der Dosierzelle. Die Bestückung der Dosierzelle mit Bauteilen zum Auftragen von Dichtungsschäumen, Klebern oder Vergussmassen erfolgt bedienerfreundlich über einen automatischen Rundtakttisch mit einer 180°-Teilung für eine Einlege- und eine Arbeitsposition, die in 1,5 s wechseln. Der Zugang zum Einlegebereich auf dem Rundtakttisch an der Zelle ist durch ein Lichtgitter abgesichert.

Alternativ zum Rundtaktisch gibt es auch eine Ausführung, bei der die Teile direkt auf eine Arbeitsplatte in die Zelle eingelegt werden. In diesem Fall wird an der Vorderseite der Zelle eine Hubtür angebracht. Ebenfalls ist es möglich, dass die Bauteile über ein durch die Zelle laufendes Transferband zugeführt werden.

Schnelle Reaktionsfähigkeit dank integrierter Sicherheitstechnik

Die Smart – DM 402 räumt auch der Arbeitssicherheit eine hohe Priorität ein. Durch Einsatz neuster integrierter Sicherheitslogik von B&R, anstatt einer Sicherheitstechnik mit diskreten Bauteilen wie bisher, können Sicherheitsfunktionen wie Lichtgitter, Schutztürschalter oder Trittmatten und auch komplexere Sicherheitsfunktionen, wie z. B. SLS (Safety limited Speed) realisiert werden.

Die Steuerungsprozesse lassen sich je nach Bauteilanwendung und Fertigungskonzept entsprechend flexibel programmieren. Außerdem beansprucht die neue Sicherheitstechnik weniger Platz im Schaltschrank. Konventionelle Sicherheitsschaltungen im elektrischen Bereich wurden bisher mit elektromechanischen Sicherheitsschaltgeräten umgesetzt, die mit fest verdrahteten Funktionen wenig flexibel sind. Mit einer programmierbaren Sicherheitslogik lassen sich Anpassungen der Sicherheitsfunktion einfacher und schneller umsetzen.

Auch die Servotechnik ist neu, es werden dafür die aktuellsten Servoregler von B&R eingesetzt. Einzelne Doppel- oder Einfachregler werden einfach auf einem Grundmodul aufgesetzt – im Servicefall können die aufgesetzten Module sehr leicht ausgetauscht werden. Die Leistungsversorgung erfolgt über ein zentrales Modul, über welches auch die Kommunikation der Steuerung abgewickelt wird – das bedeutet einfachere Verdrahtung im Schaltschrank.

Die Sicherheitsfunktionen der Servoachsen des Linearroboters und des Rundtakttisches sind komplett in die programmierbare Sicherheitslogik integriert und können daher auch sehr schnell auf Sicherheitsereignisse reagieren. Die Geber der neuen Servomotorreihe sind jetzt digital anstatt analog und haben eine bessere Auflösung, was zu einer höheren Steifigkeit der Achsen und damit zu einem besseren Bahnverhalten der Achsen beim Verfahren des Mischkopfs führt.

Die Verwendung eines elektronischen Typenschildes im Servomotor bietet den Vorteil einer automatischen Parametrierung des Reglers auf die aktuellen Parameter des angeschlossenen Motors. Ein Referenzieren der Positionierachsen des Linearroboters der Dosierzelle ist dank der eingesetzten Absolutwertgeber nicht mehr nötig. Vorteil ist, die Achsen können nach dem Hochfahren der Steuerung sofort betrieben werden, ohne dass sie zuerst an den Endschalter verfahren werden müssen, um den Nullpunkt zu finden.

Live-Präsentation auf der Fakuma

Der 3-Achs-Linearroboter der Dosierzelle Smart – DM 402 kann Bauteile in einem Verfahrbereich von bis zu 500 x 500 mm (Breite x Tiefe) und bis zu einer Teilehöhe von maximal 200 mm abfahren. Der Mischkopf wird dabei mit einer Wiederholgenauigkeit von +/- 0,1 mm über dem Bauteil positioniert und stellt dadurch ein reproduzierbares Abdichtungs-, Klebe- oder Verguss-Ergebnis sicher.

Auf dem Sonderhoff Messestand wird die Dosierzelle live vorgeführt. Dort erfahren die Fachbesucher mehr über den Bedienkomfort und den neuen Sicherheitsstandard sowie die Vorteile der durchgängigen Digitalisierung der Steuerungstechnik.

www.sonderhoff.com

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