04.04.2025
Osphim

Mit KI zu besseren Spritzgießprozessen

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Lesedauer: 3 Minuten.

Das Startup bietet ein digitales Ökosystem für die kunststoffverarbeitende Industrie, das auf künstlicher Intelligenz basiert und neue Ansätze zur Prozesseinrichtung und -optimierung ermöglicht. Es kann in bestehende Anlage integriert werden.

200 Mrd. EUR – diese Summe möchte die EU gemeinsam mit privaten Investoren in den nächsten Jahren in die KI-Transformation Europas investieren. Ziel ist es, Europas Stellung im globalen KI-Wettbewerb zu stärken. Zum Vergleich: Die USA planen 500 Mrd. USD in den Ausbau der KI-Infrastruktur zu investieren. Bereits in der Vergangenheit haben US-Unternehmen massiv in KI investiert, wodurch es europäischen Start-ups erschwert wird, mit der Dynamik in den USA Schritt zu halten.

„Uns sollte bewusst sein, dass es bei der Entwicklung von KI-Lösungen nicht nur darum geht, in der Technologiebranche kompetitiv zu bleiben. Vielmehr kann der Einsatz von künstlicher Intelligenz einen enormen Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands haben“, erklärt Louisa Desel, CEO und Mitgründerin des 2024 gegründeten Technologieunternehmens Osphim, Aachen. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Lage Deutschlands, die von Insolvenzen, hohen Kosten und Fachkräftemangel geprägt ist, könne der Einsatz von KI für Entlastung und Aufschwung sorgen. Zusätzlich könne die Effizienzsteigerung durch Technologieunternehmen in kostenintensiven Produktionsbereichen davor bewahren, aus wirtschaftlichen Gründen ins Ausland abwandern zu müssen.

Mit der Osphim-App können Spritzgießverarbeiter Prozesse effizient optimieren. (Foto: Osphim)

Mit der Osphim-App können Spritzgießverarbeiter Prozesse effizient optimieren. (Foto: Osphim)

Mit ihrer KI-basierten Plug&Play-Lösung für Spritzgießprozesse zeigt Osphim, dass europäische Unternehmen bereits heute zukunftsweisende Technologien entwickeln, die branchenübergreifenden Einfluss haben. Die Technologie kommt in der Kunststoffindustrie zum Einsatz, indem in Echtzeit Produktionsdaten gesammelt und mithilfe einer KI-basierten Plattform optimiert werden. Dies ermöglicht präzise Vorhersagen für Einstellparameter, eine verbesserte Prozessstabilität und eine signifikante Reduktion von Ausschussmaterial. „Unsere Technologie hilft Unternehmen, nachhaltig und effizient zu produzieren – ein entscheidender Vorteil in Zeiten von hohen Energie- und Ressourcenkosten“, erklärt Desel. Günstigere und effizientere Produktionsprozesse haben direkten Einfluss auf die Hauptabnehmerbranchen der Kunststoffindustrie – Automobil, Medizintechnik und Verpackungsindustrie.

Die Osphim-App nutzt Transferlernen und kombiniert Prozess-, Simulations-sowie Realdaten, um bestehende Modelle anzupassen und neue Prozesse effizient zu optimieren. Die Technologie kann in bereits bestehende Maschinen problemlos eingebaut werden und erfordert keine neuen Arbeitsschritte oder Prozesse. Sie bietet auch die Möglichkeit, wertvolles Expertenwissen zu digitalisieren und zu bewahren. „In Zeiten des demografischen Wandels hilft unsere KI-Lösung, das Know-how erfahrener Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und stetig weiter auszubauen”, betont Desel. Dies sichere nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, sondern macht sie auch attraktiver für junge Talente, die mit modernsten Technologien arbeiten möchten.

www.osphim.com

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