26.02.2025
Neue Materialien Bayreuth

SLS-Kunststoffdruck für den industriellen Serieneinsatz

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Lesedauer: 3 Minuten.

Mit der Eröffnung einer hochmodernen SLS-Demofabrik etabliert NMB eine Plattform zur Demonstration und Weiterentwicklung der Selektiven Lasersinter-Technologie und ermöglicht Untersuchungen zur Prozessstabilität in neuartiger Tiefe.

Die Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) hat die neue Demofabrik im Januar eröffnet. Durch Automatisierung, Prozessüberwachung und digitale Steuerung wird die gesamte SLS-Prozesskette optimiert. Inline-Analytik sorgt für eine kontinuierliche Qualitätssicherung und verringert Ausschuss. Die enge Verzahnung von moderner Prozesstechnik und digitalen Fertigungsumgebungen schafft laut NMB ein Alleinstellungsmerkmal in der europäischen Forschungslandschaft.

Bei der Einweihung (v. r.): Holger Ruckdäschel (NMB), Bernd Krebs (Toolcraft AG), Till Merkel (Rösler Oberflächentechnik), Bernhard Häupler (Rehau Industries), Nico Geis (NMB), Philipp Matthes (Rehau Industries), Staatssekretär Tobias Gotthardt (Bayerisches Wirtschaftsministerium), Markus Garscha (Ossberger). (Foto: NMB)

Bei der Einweihung (v. r.): Holger Ruckdäschel (NMB), Bernd Krebs (Toolcraft AG), Till Merkel (Rösler Oberflächentechnik), Bernhard Häupler (Rehau Industries), Nico Geis (NMB), Philipp Matthes (Rehau Industries), Staatssekretär Tobias Gotthardt (Bayerisches Wirtschaftsministerium), Markus Garscha (Ossberger). (Foto: NMB)

In die Demofabrik wurden folgende Anlagen integriert:

  • Zwei SLS-Drucksysteme – auch für Hochtemperatur-Thermoplaste (Farsoon)
  • Automatisierte Entpulverung und Pulvermanagement (Ossberger)
  • Automatisierte Oberflächenbearbeitung (AM Solutions, eine Marke der Rösler Gruppe)
  • Inline-Messsysteme und Sensorik (ColorLite und Additive Marking)
  • Teileidentifizierung und Automatisierung (Toolcraft)
  • Digitale Datenerfassung mittels IOT-Plattform (d-fine)

Neben materialwissenschaftlichen Fragestellungen fokussiert sich die SLS-Demofabrik auf Zukunftsthemen, wie Automatisierung und Digitalisierung entlang des gesamten pulverbasierten Fertigungsprozesses. Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Prozessen, Materialien und Bauteileigenschaften gezielt zu erfassen und weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet Maßnahmen zur Steigerung der Reproduzierbarkeit, Eliminierung händischer Eingriffe und Reduktion von Betriebskosten durch Automatisierung und digitale Prozesskontrolle.

Automatisierte und vernetzte Fertigungslinie zur Qualifizierung der pulver-basierten Additiven Fertigung mittels SLS für die industrielle Serienfertigung bei der Neue Materialien Bayreuth. (Foto: NMB)

Automatisierte und vernetzte Fertigungslinie zur Qualifizierung der pulver-basierten Additiven Fertigung mittels SLS für die industrielle Serienfertigung bei der Neue Materialien Bayreuth. (Foto: NMB)

Parallel werden innovative Strategien zur Verringerung von Pulveralterungsprozessen entwickelt, mit dem Ziel die Recyclingrate perspektivisch auf bis zu 85 % erhöhen zu können. Ferner wird der Einfluss von Abkühlstrategien auf die Bauteileigenschaften untersucht. Die Integration einer maßgeschneiderten IoT-Plattform und sowie Lösung zur Bauteilmarkierungen ermöglicht eine Echtzeiterfassung relevanter Prozessparameter und deren transparente Zuordnung zu den Bauteileigenschaften.

Diese Entwicklungen sollen auf unterschiedliche Materialien und Prozesse ausgedehnt werden, um langfristige Kooperationen mit Industriepartnern zu fördern. Die SLS-Demofabrik dient damit nicht nur als Technologiedemonstrator, sondern auch als Reallabor für die Weiterentwicklung der additiven Fertigung.

www.nmbgmbh.de

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