Das High-Pressure-RTM-Verfahren (HPRTM) der Hennecke GmbH, Sankt Augustin, verspricht dank kürzester Zykluszeiten hochwertige Faserverbundbauteile in Großserie. Angepasst an die HP-RTM Produktionsparameter ist die Hochdruck-Dosiermaschine vom Typ Streamline. Auf der JEC-Europe […]

Intelligentes Füllverfahren im geschlossenen Regelkreislauf: Hochdruck-Dosiersystem Streamline mit umfangreicher Sensorik zur Überwachung des Forminnendrucks. (Foto: Hennecke)
Das High-Pressure-RTM-Verfahren (HPRTM) der Hennecke GmbH, Sankt Augustin, verspricht dank kürzester Zykluszeiten hochwertige Faserverbundbauteile in Großserie. Angepasst an die HP-RTM Produktionsparameter ist die Hochdruck-Dosiermaschine vom Typ Streamline. Auf der JEC-Europe in Paris zeigt das Unternehmen verschiedene Produkte, die hiermit bereits realisiert werden.
Im Mittelpunkt des HP-RTM-Verfahrens steht die sekundenschnelle Hochdruck-Injektion von reaktivem Gemisch in eine Bauteilform. Verantwortlich für das Füllverfahren im geschlossenen Regelkreislauf ist die Maschinen-Baureihe Streamline. Die Hochdruck-Dosiermaschinen injizieren dabei nicht nur das Matrixmaterial, sondern überwachen gleichzeitig auch den kompletten Füllprozess. Bevor dieser gestartet wird, kontrolliert die Maschine zunächst die Vakuumtauglichkeit des verwendeten Werkzeuges. Hierbei spielt das Matrixmaterial erst einmal keine Rolle. Über eine eingebaute Sensorik zur Überwachung des Forminnendrucks wird dann der Injektionsprozess aktiv gesteuert und im so genannten Closed-loop-Verfahren in Echtzeit geregelt.
Falls die Kavität ohne eigene Sensorik ausgestattet sein sollte, bietet die Streamline darüber hinaus eine Regelung über Maschinen-interne Sensorik an. Diese interpoliert in diesem Fall die nicht vorhandene Forminnendrucküberwachung. Diese Funktionen wurden im Hennecke eigenen HP-RTM-Technologiezentrum erarbeitet und sukzessive in die Steuerung der Streamline implementiert. Die Anlage kann neben Epoxy- auch Polyurethan-Systeme verarbeiten. Mit Blick auf zukünftige Anwendungen im Bereich der reaktiven Thermoplaste ist darüber hinaus auch der Einsatz von Polyamid-System möglich.
Getreu dem Motto „alles aus einer Hand“ bietet Hennecke für HP-RTM-Anwendungen gleich drei neue Hochdruck-Mischköpfe an. Auch hier sind alle benötigen Funktionen, welche für die Technologie benötigt werden, bereits integriert. Die Mischköpfe besitzen beispielsweise einen adaptieren Einimpfblock für die interne Trennmittelkomponente. Daneben kann der HP-RTM-Mischkopf vom Typ MN10-RTM optional mit einer Nachdrückfunktion ausgestattet werden und gewährleistet somit eine optimale Formfüllung bis zum Prozessende – ebenfalls eine Hennecke Eigenentwicklung.
Für Einsteiger in die HP-RTM-Technologie bietet Hennecke einen umfangreichen Prozesssupport „on Top“ an. Wie baut man eine Form, wo setzt man den Mischkopf an und wo entlüftet man mit dem eigens entwickelten Entlüftungsbaustein richtig? Für diese Fragen steht ein Expertenteam zur Seite, um den Prozessanlauf so einfach und problemlos wie möglich zu gestalten. Auch darüber hinaus genießen Streamline-Kunden vielfältige Support-Dienstleistungen. Mit einem Online-Upgrade werden beispielsweise zukünftige Steuerungsentwicklungen auf Wunsch in die Steuerung integriert. Hierfür steht der Vollzugriff auf alle Funktionen – bis hin zur Online- Bedienerbetreuung via menügeführter Prozesseingabe – zur Verfügung.