Die BASF SE, Ludwigshafen, hat am Standort Lemförde eine neue Pilotanlage zur Entwicklung und Herstellung diskontinuierlich gefertigter Polyurethan-(PU) Dämmpaneele in Betrieb genommen. Die neue Flachbeschichtungsanlage ermöglicht es, Paneele von bis […]

Auf der neuen Flachbeschichtungsanlage können PU-Paneele von bis zu zehn Metern Länge hergestellt werden. (Foto: BASF)
Die BASF SE, Ludwigshafen, hat am Standort Lemförde eine neue Pilotanlage zur Entwicklung und Herstellung diskontinuierlich gefertigter Polyurethan-(PU) Dämmpaneele in Betrieb genommen. Die neue Flachbeschichtungsanlage ermöglicht es, Paneele von bis zu zehn Metern Länge herzustellen und nutzt dabei zwei verschiedene Auftragstechniken: Die Flachbeschichtung, bei der das Material in die offene Form aufgebracht wird, und die Einschusstechnik, bei der sich das Polyurethan mittels eines neuartigen Mischkopfs optimal in die geschlossene Form eintragen lässt.
Dr. Andrea Eisenhardt, Leiterin der Produktentwicklung für PU Hartschaum bei BASF: „Wir können in unserem Technikum jetzt vielfältige Projekte nach neuestem Stand der Technik durchführen und die Produktionsprozesse unserer Kunden gut nachbilden.“
Sandwichpaneele aus PU-Hartschaum werden vor allem im Kühlwesen eingesetzt wie bei Kühltransportern, -Containern und Kühlhäusern sowie weiteren Anwendungen, bei denen sich technisch eine diskontinuierliche Fertigung der Paneele anbietet. Für diese Anwendungen stehen dem Kunden bei BASF speziell die PU-Systemmarken Elastopor und Elastopir zur Verfügung.
„Mit dieser Investition bauen wir unsere sehr gute Position auf dem Markt für Dämmstoffe weiter aus“, erläutert Raimar Jahn, Leiter des Unternehmensbereichs Performance Materials BASF. „Zudem stärken wir mit der neuen Anlage auch den globalen Polyurethan-Know-how-Verbund“, so Jahn.
Die Kunden äußerten sich ebenfalls sehr positiv über die Neuanlage in Lemförde. Reinhard Beelmann, Technischer Leiter bei Schmitz Cargobull in Vreden: „Aus unserer Sicht ist das ein konsequenter Schritt in der langjährigen, guten Zusammenarbeit mit BASF, der es ermöglicht deutlich zielorientierter und losgelöst von Produktionsabläufen neue Schaumsysteme zu entwickeln. Dadurch lassen sich Zeit und Kosten bei der Qualifikation neuer Materialien einsparen und Markteinführungen beschleunigen.“
Für die Flachbeschichtungsanlage entstand in Lemförde eine neue Technikumshalle mit einer Gesamtfläche von 900 Quadratmetern, in der auch Anlagen zur Entwicklung weiterer Polyurethan-Anwendungen wie beispielsweise isolierter Rohrleitungen untergebracht werden.