Produkte im Einsatz

Arkal: Mehrfachkinematik unterstützt Etagen-Fertigung von Türinnenverkleidungen

Dieser PR-Bericht wird Ihnen bereitgestellt von Krauss Maffei.

Im Doppelpack: die beiden linken und rechten Türseitenverkleidungen. (Foto: Krauss Maffei)

Im Doppelpack: die beiden linken und rechten Türseitenverkleidungen. (Foto: Krauss Maffei)

Links und rechts in einem Schuss: am Standort Crock in Thüringen produziert der Automobilzulieferer Arkal Automotive GmbH parallel zwei Türseitenverkleidungen auf einer Spritzgießmaschine MX 1600 – 12000 von Krauss Maffei Technologies, München. Möglich wird dies durch den Einsatz eines Etagenwerkzeugs. Das Besondere dabei: Zwei Linearroboter LRX, mechanisch auf einer Achse gekoppelt und zentral über eine Steuerung bedienbar, bieten eine schnelle und sichere Bauteilentnahme und -ablage. In Summe sorgen sie für kurze Zykluszeiten bei hoher Präzision.

Zwei Bauteile in einem Schuss

Auf einer MX 1600 fertigt Arkal im thüringischen Crock zeitgleich linke und rechte Türseitenverkleidungen für einen großen OEM. (Foto: Krauss Maffei)

Auf einer MX 1600 fertigt Arkal im thüringischen Crock zeitgleich linke und rechte Türseitenverkleidungen für einen großen OEM. (Foto: Krauss Maffei)

Hohe Präzision und kurze Zykluszeiten waren eine Grundvoraussetzung bei der Auslegung der passenden Spritzgießmaschine. Verarbeitet werden sollte ein 30 % glasfaserverstärktes PP. Eine weitere Anforderung: Auf der Spritzgießmaschine sollten zwei Bauteile parallel gefertigt werden, und zwar Seitenverkleidungen für die linke und rechte Vorder- beziehungsweise Hintertür für einen Tier-1-Supplier. „Durch die Lösung mit einer MX 1600 – 12000 in Kombination mit einem LRX-Twinroboter konnten die Zykluszeiten deutlich verkürzt werden“, so Thomas Marufke, Geschäftsführer der Krauss Maffei Automation. Heute fertigt Arkal pro Woche rund 3.600 Türseitenverkleidungen im 3-Schicht-Betrieb, für vorne und hinten im Wechsel.

Die MX-Baureihe von Krauss Maffei punktet hier durch ihre hohe Schmelzequalität und besonders gute Schussgewichtskonstanz. Für eine schnelle Produktion sorgt die von Krauss Maffei entwickelte hydromechanische Zweiplattenschließeinheit Bei den bei Arkal im Einsatz befindlichen großen Etagenwerkzeugen überzeugt vor allem die Plattenparallelität der MX-Baureihe: Die Werkzeuge werden nicht beschädigt und damit geschont. Über einen langen Zeitraum lassen sich qualitativ hochwertige Bauteile herstellen. Zudem sorgt die MX-Baureihe dafür, dass die großen Etagenwerkzeuge nicht kippen. Das passende Etagen-Werkzeug wurde speziell für diese Anwendung konzipiert. Es verfügt über eine fliegende Platte und Werkzeugkühlung.

Komplexe Automationslösung

Die zwei Linearroboter LRX, mechanisch auf einer Achse gekoppelt und zentral über eine Steuerung bedienbar, sorgen für eine schnelle und sichere Bauteilentnahme und –ablage. (Foto: Krauss Maffei)

Die zwei Linearroboter LRX, mechanisch auf einer Achse gekoppelt und zentral über eine Steuerung bedienbar, sorgen für eine schnelle und sichere Bauteilentnahme und –ablage. (Foto: Krauss Maffei)

Eine besondere Herausforderung stellte die komplexe Automation der Bauteilentnahme und -ablage dar. Arkal entschied sich für die Lösung mit einem LRX-Twinroboters mit dem Steuerungskonzept Mehrfachkinematik von Krauss Maffei. „Die kombinierten Linearroboter mit Mehrfachkinematik bieten uns hinsichtlich Langlebigkeit, Flexibilität und Komfort deutliche Vorteile“, erklärt Thomas Reichl, Manager of Production & Maintenance bei Arkal. Die beiden auf einer gemeinsamen Z-Achse angeordneten Linearroboter LRX 350 entnehmen die Bauteile parallel, führen sie zur Bauteilablage und legen sie dort ab. Diese sogenannte Ausführung TwinZ ist prädestiniert für die Übergabe von Bauteilen (Handshake) bei schneller Bauteilentnahme und Stapelvorgängen. Darüber hinaus bietet die Konfiguration deutliche Platz- und Zeitersparnisse bei Automationen mit überlappenden Bewegungsbereichen.

Mehr Bedienkomfort durch eine zentrale Steuerung

„Für uns ist dieser Robotertyp in dieser Form zugleich eine erfolgreiche Premiere: erstmalig haben wir zwei mechanisch gekoppelte X-/Y-Achsen der LRX Serie auf einer Z-Roboterachse mit einem neuen Steuerungskonzept zusammengebracht“, so Marufke. So lassen sich beide Linearroboter ebenso wie die MX 1600 über die zentrale Steuerung MC6 programmieren und steuern. „Das bietet uns einen deutlichen Komfort in der Bedienung der komplexen Anlage“, so Reichel. Die Programmierung der Roboter erfolgt über den gemeinsamen Programmeditor. Programmbefehle und Programmparameter können so leicht dem einzelnen Roboter zugewiesen werden. Ein gemeinsames Koordinatensystem für alle Achsen vereinfacht die roboterspezifische Steuerung in den einzelnen Betriebsarten.

Spezialist für strukturverstärkende Bauteile

Strukturverstärkende Bauteile vor allem aus glasfaserverstärkten Kunststoffen sind das Markenzeichen des zum israelischen Arkal Plastic Products gehörenden Standorts im thüringischen Crock. „Überall dort wo es darum geht, Bauteile aus Metall durch leichte und zugleich verstärkende Kunststoffe zu ersetzen kommen wir ins Spiel“, erklärt Reichel. Typische Anwendungen sind zum Beispiel Funktionsteile, Radmittelteile oder Batteriebehälter. Zu den Kunden zählen die namhaften OEMs sowie Tier1-Zulieferer. Elf Spritzgießmaschinen stehen am Produktionsstandort in Thüringen, acht davon von Krauss Maffei. Weitere Investitionen sind geplant.

www.arkal-automotive.com
www.kraussmaffei.de