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Nordson BKG: Konstanter Schmelzefluss trotz starker Verunreinigungen

Der V-Typ-Siebwechsler HiCon 3G hält den Schmelzefluss und -druck selbst bei starken Verunreinigungen konstant. (Foto: Nordson)

Der V-Typ-Siebwechsler HiCon 3G hält den Schmelzefluss und -druck selbst bei starken Verunreinigungen konstant. (Foto: Nordson)

Die Nordson Corporation, Westlake (Ohio/USA), hat das Design ihres V-Typ-Siebwechslers mit Powerbackflush-Technologie verbessert und so ein kompakteres und effizienteres System geschaffen, dessen kontinuierlicher Betrieb Stillstandzeiten bei Direktextrusion, Granulierung und Recycling eliminiert.

Der V-Typ-Siebwechsler HiCon 3G von Nordson BKG kann dank eines hydraulisch betriebenen Rückspülsystems, das Verunreinigungen automatisch entfernt, den Extrusionsdurchsatz aufrechterhalten und gleichzeitig Schmelzefluss und -druck konstant halten. Funktional ist der neue Siebwechsler strömungstechnisch günstiger und effizienter als das ältere V-System, da er einen um 30 % kürzeren Rückspülzyklus aufweist. Aus der autonomen Parametrisierung des gesamten Rückspülverfahrens und des Siebwechselablaufs einschließlich Füllung und Entleerung ergibt sich ein höherer Automationsgrad.

Während sich der Zylinder mit dem Verdrängerstößel füllt, steht die gesamte Siebfläche der kombinierten vier Siebkavitäten für die Produktion zur Verfügung. Zwei Auslässe für rückgespültes Material befinden sich an der Geräteunterseite. Der Ablassvorgang wird durch die Bewegung der Siebbolzen gesteuert.

Im Vergleich zum früheren V-System wurde die Höhe des neuen Siebwechslers um 30 % verringert, so dass eine niedrigere Extrusionshöhe möglich ist. Anstelle eines Verdrängerstößels pro Siebkavität kommt nur noch ein einziger Verdrängerstößel zum Einsatz. Außerdem wurde die Hydraulikverrohrung optimiert.

„Der V-Typ-Siebwechsler HiCon 3G führt bis zu 200 Rückspülzyklen durch, bevor ein Siebwechsel ansteht, was die Betriebskosten senkt“, sagt Christian Schröder, globaler Produktmanager für Schmelzezuführungsprodukte. „Da vier Siebkavitäten in einem vergleichsweise kleinen Gehäuse für eine große Siebfläche sorgen, gehen beim Rückspülen nur minimale Materialmengen verloren.“

Im V-Typ-Siebwechsler HiCon 3G wird der Schmelzestrom aus dem Extruder eingangsseitig aufgeteilt und in die vier Siebkavitäten geleitet, von denen sich in jedem Kolben zwei befinden. Jedes Siebkavitätenpaar ist so positioniert, dass sie ihre jeweiligen Schmelzeströme filtern können, bis der Verdrängerstößel eine der Kavitäten aus dem Prozess herausnimmt, um Verunreinigungen mittels Rückspülen zu entfernen. Im Normalbetrieb strömt das Polymer durch alle vier Kavitäten. Während eine der Kavitäten gewechselt wird, verbleiben die übrigen drei im Prozess.

Zusätzlich zu den zwei Siebbolzen gibt es einen einzigen hydraulisch betätigten Verdrängerstößel, der beim Rückspülen aktiv wird. Wenn der Druckabfall am Siebwechsler aufgrund von Filtrationsrückständen einen vorgegebenen Wert übersteigt, wird automatisch die Rückspülung für alle Kavitäten gestartet. Für jede Kavität zieht sich der Verdrängerstößel zurück und erzeugt dadurch ein Reservoir mit gefilterter Polymerschmelze. Dieses Material wird hydraulisch komprimiert und in umgekehrter Richtung von der Siebrückseite her durch das Sieb gedrückt, wobei es die Rückstände zur Entfernung aus dem System aufnimmt. Die Sequenz läuft nacheinander für jede Kavität ab.

„Unser neuer Rückspül-Siebwechsler ist für fast alle Prozesse und Materialien geeignet“, sagt Schröder, „einschließlich Prozessen, bei denen ein konstanter Druck strikt vorgeschrieben ist, wie z. B. bei der Extrusion von Verpackungsbändern, Folien und Fasern, sowie Prozessen mit für den Rückspülvorgang unzureichendem Rückdruck wie z. B. Stranggranulierung. Er ist auch für stark verunreinigtes PET-Recyclingmaterial bestens geeignet.“

www.nordsonpolymerprocessing.com

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