Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Konstruktionsbüro Hein: Isoliertes Formenkonzept weiterentwickelt

Das isolierte Formenkonzept IsoForm, entwickelt vom Konstruktionsbüro Hein GmbH, Neustadt, und vertrieben durch Nonnenmann GmbH, Winterbach, ist vielen Anwendern aufgrund seiner Vorteile für die Temperierung sowie hohe Energieeffizienz, Präzision und Prozesssicherheit ein Begriff. Durch Überlegungen zur Kosten- und Funktionsoptimierung sind die Varianten IsoForm-Basic und IsoForm-Premium entstanden, die seit Anfang 2017 erhältlich sind und sich im Wesentlichen durch die Ausführung der Zentrierung und den Grad der Isolation unterscheiden.

Die hohe Temperatur ist auf den Formeinsatz beschränkt. (Abb.: Hein)

Die hohe Temperatur ist auf den Formeinsatz beschränkt. (Abb.: Hein)

Entscheidende Merkmale von IsoForm-Werkzeugen – sowohl in der Basic- als auch der Premium-Variante – sind die Isolierung des konturgebenden Bereiches gegen das umgebende Werkzeug durch isolierte Formeinsätze und Wärmedämmplatten sowie die mittige Zentrierung der Einsätze und Formhälften zueinander für eine hohe Genauigkeit der Form.

Die Isolierung führt zu einer Reduzierung des Temperieraufwandes, verbesserter Prozesssicherheit bei hoher Energieeffizienz und einem schnellen Erreichen und Wechseln der Zieltemperatur. Anwender schätzen neben der Montagefreundlichkeit besonders die schnelle Rüstzeit mit IsoForm-Werkzeugen, da das Werkzeug in wenigen Minuten seine Zieltemperatur erreicht. Der Einrichter verlässt daher die Maschine nicht, um auf das Erreichen der Zieltemperatur zu warten. Vorwärmstationen sind nicht länger erforderlich. Ebenso muss man nicht mehr über einen längeren Zeitraum Ausschussteile produzieren bis sich das Temperaturspiel im Formeinsatz eingependelt hat. Das ist im Hinblick auf die Automatisierung mit robotergeführtem Werkzeugwechsel besonders wichtig sowie für ein zukünftiges mannloses Anfahren der Maschine nach einem Werkzeug- oder Einsatzwechsel.

Zusätzlich verringert die Isolierung die Kontamination der Luft in der Reinraumproduktion, durch die Thermik in und um das Werkzeug. Und bei Anwendungen im Bereich zwischen 70 und 240 °C an der Werkzeugkonturoberfläche bleibt die hohe Temperatur auf den Formeinsatz beschränkt, was die Verletzungsgefahr reduziert und eine genauere Prozessführung ermöglicht.

Die Gestaltung des geschlossenen Auswerferkastens sorgt für eine hohe Abstützung der Formplatte, was eine reduzierte Durchbiegung zur Folge hat, so dass die Gratbildung verhindert wird.

Neuer Standard IsoForm-Basic

Neuer Standard IsoForm-Basic. (Foto: Hein)

Neuer Standard IsoForm-Basic. (Foto: Hein)

IsoForm-Basic stellt seit Anfang 2017 den neuen kostenverbesserten Standard dar und bietet alle Vorteile des IsoForm-Konzeptes. IsoForm-Basic-Werkzeuge sind im Konturbereich gegen den Formaufbau isoliert. Der Plattenaufbau ist auf der Schließ- und Spritzseite durch Buchsen zentriert. Alternativ kann eine klassische Säulen-Buchsen-Kombination bestellt werden, bei der die Säulen aber ein deutliches Spiel aufweisen. Die Zentrierung der Einsätze und die Zentrierung der Spritz- zur Schließseite erfolgen bei IsoForm-Basic-Werkzeugen durch neu entwickelte Zentriereinheiten mit Flachzentrierungen. Für einen zusätzlich erhöhten Grad der Isolation können hier Keramikelemente integriert werden. Bohrungen für verbreitete Spannsysteme zur spanenden Bearbeitung sind bereits vorgesehen.

Premium-Variante weiter verbessert

Die Variante IsoForm-Premium ist in einer verbesserten Ausführung erhältlich. (Foto: Hein)

Die Variante IsoForm-Premium ist in einer verbesserten Ausführung erhältlich. (Foto: Hein)

IsoForm-Premium ist die seit 2010 auf dem Markt befindliche IsoForm-Variante. In der seit 2016 erhältlichen verbesserten Ausführung weist sie den höchsten Isolationsgrad des Konturbereiches gegen den Formaufbau auf. IsoForm-Premium zeichnet sich durch eine außen am Werkzeug durchgängige Mittenzentrierung für den Plattenaufbau aus. Die Zentrierung der Spritz- zur Schließseite erfolgt mittels Flachzentrierungen mit Führungslängen entsprechend der Kundenvorgabe. Bohrungen für verbreitete Spannsysteme zur spanenden Bearbeitung können zusätzlich bestellt werden.

Beide IsoForm-Varianten sind in vielen Ausführungen erhältlich, im Premium-Bereich beispielsweise als Wechselwerkzeug, bei dem der Formeinsatz mit Hilfe eines Montagebleches einfach und schnell ausgetauscht werden kann. Wechselausführungen für die Basic-Variante werden in der zweiten Jahreshälfte 2017 vorgestellt.

Weitere Informationen gibt es auf der Moulding Expo in Stuttgart, wo das Konstruktionsbüro Hein auf dem Stand der Firma Nonnenmann als Mitaussteller vertreten ist.

www.Kb-Hein.de

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