Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Kistler: Praktische Sensorintegration für den Werkzeug- und Formenbau

Zur zweiten Ausgabe der internationalen Fachmesse Moulding Expo in Stuttgart zeigt die Kistler Gruppe, Winterthur (Schweiz), den einfachen Einbau der zur Qualitätssicherung erforderlichen Messtechnik in Spritzgießwerkzeuge. Neben einem realitätsnahen Beispiel zum Ausprobieren am Messestand stehen zwei weiterentwickelte Produktgruppen im Fokus: einbauunempfindliche Sensoren sowie Mehrkanalstecker.

Die für die Optimierung des Spritzgießens erforderliche Integration von Sensorik in Werkzeuge und Formen wird zunehmend von Spritzgießverarbeitern gefordert, um auf den digitalen Wandel vorbereitet zu sein und die Produkt- und Prozessqualität auf eine neue Stufe zu heben. Kistler zeigt auf der Moulding Expo seine Lösungen und Tools speziell für Werkzeug- und Formenbauer, um die Voraussetzung für eine integrierte Qualitätsprüfung im Spritzgießprozess zu schaffen.

Sensorinstallation in sechs Schritten

Am Messestandzeigt Kistler in sechs Schritten, wie Sensoren positioniert, installiert, verkabelt und auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. Zur Unterstützung in der Praxis bietet das Schweizer Unternehmen nicht nur spezielle Tools und umfangreiches Zubehör an, sondern auch weltweiten Service und Trainingseinheiten für Montage, Inbetriebnahme und Wartung.

Der Mehrkanalstecker Typ 1722 ist robust im Handling und bietet einen einfachen Anschluss von Single-Wire-Kabeln. (Foto: Kistler)

Der Mehrkanalstecker Typ 1722 ist robust im Handling und bietet einen einfachen Anschluss von Single-Wire-Kabeln. (Foto: Kistler)

Weiterentwickelte Mehrkanalstecker

Mit den neuen Mehrkanalsteckern Typ 1722 lassen sich bis zu acht Sensoren ohne Verschraubung bei gesteigerter Robustheit über Single-Wire per Steckverbindung anschließen: Die neuen komplett überarbeiteten Anschlusselemente stellen eine einfache und fehlertolerante Installation sicher, sind bezüglich Anschlüssen und Bauraum abwärtskompatibel zur Vorgängerversion und können sowohl in der Vierkanal- als auch Achtkanalausführung unkompliziert ausgetauscht werden. Auch kombinierte Druck-Temperatur-Messungen sind mittels zusätzlichen Thermoelementverstärkers möglich.

Vereinfachte Montage durch einbauunempfindlichen Sensor

Einbauunempfindlicher Drucksensor Typ 6185 für leichte Montage und hohe Präzision. (Foto: Kistler)

Einbauunempfindlicher Drucksensor Typ 6185 für leichte Montage und hohe Präzision. (Foto: Kistler)

Einer der entscheidenden Faktoren beim Spritzgießprozess ist der Werkzeuginnendruck. Die piezoelektrischen Sensoren von Kistler ermöglichen dessen hochlineare, temperaturunabhängige und langlebige Messung und tragen so entscheidend zur Qualitätssicherung bei. Je nach Einbausituation, Formteilgeometrie und Kunststoffmaterial bietet Kistler zahlreiche Varianten, um direkt in der Kavität, indirekt, berührungslos oder in Kombination die Kontakttemperatur zu messen.

Auf der Moulding Expo präsentiert Kistler einen neuen, einbauunempfindlichen Sensor Typ 6185: Mit einem Frontdurchmesser von 2 mm ist er auf die beschränkten Einbauverhältnisse angepasst und so konstruiert, dass Seitenkräfte, etwa durch schwierige Einbauverhältnisse, das Messergebnis nicht verfälschen. Auch hier kann die Signalübertragung mit einer ladungsführenden Distanzhülse statt per Kabel realisiert werden.

Das Prozessüberwachungssystem ComoNeo ermöglicht Prognosen der Formteilqualität. (Foto: Kistler)

Das Prozessüberwachungssystem ComoNeo ermöglicht Prognosen der Formteilqualität. (Foto: Kistler)

Piezoelektrische Sensorik als Basis für Process Monitoring

Um die Zukunftsfähigkeit ihrer Maschinen zu sichern, setzen Hersteller immer häufiger auf eine integrierte Qualitätssicherung im Spritzgießprozess. Mit seinem Monitoring-System ComoNeo bietet Kistler eine Lösung, die den Werkzeuginnendruck überwachen und damit Prognosen der Formteilqualität ermöglicht.

www.kistler.com

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