Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Hekuma: Modulares Baukonzept beweist seine Flexibilität

Automatisierungszelle für die Entnahme der acht Interdentalbürsten, die Stichproben-Prüfung eines jeden 50sten Schusses und die Verpackung von je zwei Schuss in einem Beutel. (Foto: Hekuma)

Automatisierungszelle für die Entnahme der acht Interdentalbürsten, die Stichproben-Prüfung eines jeden 50sten Schusses und die Verpackung von je zwei Schuss in einem Beutel. (Foto: Hekuma)

Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Hekuma GmbH, Eching, mit einem Exponat zusammen mit dem Spritzgießmaschinenhersteller Engel und dem Präzisionsformbauer Hack. Die Interdentalbürste „scrub!“, entwickelt von Pheneo in Zusammenarbeit mit Hack Formenbau, wird in einem Acht-Kavitäten-Werkzeug auf einer Engel-Spritzgießmaschine e-motion 170/110 gefertigt. Zur Herstellung der kleinen Bürste zur Zahnpflege vereint Hekuma im diesjährigen Exponat eine schnelle Entnahme, Qualitätsprüfung und Verpackung. Dabei zeigt sich die Flexibilität der modularen Bauweise Hekuflex, die erst vor zwei Jahren ihre Premiere feierte.

Die Aufgaben der Automatisierung beinhalten hierbei die Entnahme der acht Bürsten, die Stichproben-Prüfung eines jeden 50sten Schusses und die Verpackung von je zwei Schuss in einem Beutel. Die Interdental-Bürste wird komplett aus Kunststoff hergestellt, sogar die feinen Borsten werden gespritzt. Ein Metalleinsatz wird dadurch überflüssig und der Fertigungsprozess erheblich vereinfacht. Die Automatisierung ist notwendig, um die Bürsten zu schützen und Beschädigungen zu vermeiden, die bei der freifallenden Entformung auftreten können.

Die modulare Baureihe Hekuflex feierte vor zwei Jahren ihre Premiere, unter anderem auch auf der Fakuma in Friedrichshafen. Zeigte man dort bereits ein aus Entnahme-, Kameraprüf- und Verpackungsmodul für Pipettenspitzen bestehendes System, werden nun Interdental-Bürsten entnommen, geprüft und verpackt. Dabei zeigt sich die Flexibilität der Module. Durch den modularen Aufbau konnte die Anlage in nur 50 Tagen konstruiert werden.

Das Entnahme-Modul entnimmt die Bürsten in weniger als 1 s. Auf einer Greiffläche von nur 10 x 10 mm werden die Bürsten via Vakuum gehalten. (Foto: Hekuma)

Das Entnahme-Modul entnimmt die Bürsten in weniger als 1 s. Auf einer Greiffläche von nur 10 x 10 mm werden die Bürsten via Vakuum gehalten. (Foto: Hekuma)

Die Entnahme der Bürsten wird gewohnt schnell in unter 1 s im Entnahme-Modul durchgeführt. Dabei muss höchste Präzision und Sorgfalt erfolgen, da weder Produkt noch Werkzeug viel Fläche freigeben. Die Greiffläche, d.h. die Fläche des Produktes, die der Greifer berühren kann, ist lediglich 10 x 10 mm klein. Verständlich, misst die Bürste gerade mal 40 x 10 x 3 mm. Um eine Beschädigung des Produkts in jedem Fall zu vermeiden, werden die Bürsten via Vakuum im Greifer gehalten. Nach der Entnahme fährt der Greifer zu einer Shuttle-Platte und legt dort alle Teile in dafür ausgelegte Bohrungen ab. Jeder 50ste Schuss wird nach links zum Kameramodul gefahren, alle anderen Schüsse gelangen direkt zur Verpackung.

Integration von Fremdsystemen

Gleich in zwei von drei Modulen sind Fremdsysteme eingebunden. Im linken Modul, dem Kameramodul, wird eine „Rundum-Kameraprüfung“ zusammen mit Stäubli gezeigt. Der Stäubli TX 40 hält das Produkt vor die Kamera und dreht es dabei. Insgesamt werden fünf Aufnahmen gemacht und analysiert. Die Kamera übernimmt dabei die Aufgabe der Produktionsüberwachung. Weicht eine Interdental-Bürste von der Norm ab, wird eine Meldung abgegeben. Auslegung und Software stammen vom Hekuma-eigenen Kamera-Entwicklungsteam. Neben der Länge und Geradheit des Mittelstegs sind die Erfassung und Vermessung der feinen Borsten die Herausforderung. Die Prüfzeit beträgt hierfür pro Teil 30 s.

Während die Stichprobe geprüft wird, werden weiterhin Teile entnommen und in einen Trichter fallengelassen. Über ein Förderband, werden jeweils zwei Schuss gesammelt und in einen Beutel verpackt. Für die Verpackung übernimmt der F280VD Sonder von Packmat die Verantwortung. Sind die Beutel befüllt, werden sie verschweißt, ein Euroloch ausgestanzt und innerhalb der Automation auf ein Band fallengelassen. Das Band befördert die Beutel in eine Kiste. Die platzsparende Position der Gutteilkiste ermöglicht eine manuelle Entnahme im laufenden Betrieb, ohne Gefährdung oder Produktionsstillstand.

www.hekuma.com

Dieser Anbieter stellt auf der Fakuma 2017 in Friedrichshafen in Halle A7 am Stand A7-7305 aus
Halle: A7
Stand: A7-7305

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