Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Evonik: Anstrengungen für Leichtbau verstärkt

Evonik bietet für den Automotive-Sektor Innovationen in den Bereichen Gewicht, Effizienz, Oberflächen und Licht. (Foto: Evonik)

Evonik bietet für den Automotive-Sektor Innovationen in den Bereichen Gewicht, Effizienz, Oberflächen und Licht. (Foto: Evonik)

Der Automotive-Sektor ist einer der Kernmärkte von Evonik Industries, Essen. Der Spezialchemiehersteller bietet zahlreiche Lösungen für Fahrzeugstruktur, für Karosserie-Außenteile, für Interieur und Exterieur, Chassis und für den Antriebsstrang. Entsprechend selbstbewusst ist auch der Anspruch von Evonik für die Branche: Innovate mobility – we provide the chemistry. Dr. Oliver Eyrisch, Leiter des Evonik for Automotive Teams: „Unsere Kompetenzen im automobilen Leichtbau umfassen die Einsatzmöglichkeiten von Hochleistungskunststoffen, zum Beispiel als Metallersatz in Motornähe, verschiedene Compositelösungen, Hybride aus Metall- Kunststoffverbunden oder die unterschiedlichen Leitungssysteme aus Hochleistungskunststoffen, die Metall- und Gummileitungen ersetzen. Auch beschäftigen wir uns mit der Weiterentwicklung von Herstellungsprozessen.“ Die Möglichkeiten der Chemie im modernen Automobilbau präsentierte Evonik den Besuchern der diesjährigen Automotive Engineering Expo (AEE) Ende Mai in Nürnberg.

Stichwort Leichtbau: Zur Reduzierung von Fahrzeuggewicht und CO2-Ausstoß setzt die Automobilindustrie zunehmend Verbundwerkstoffe ein – derzeit jedoch vor allem im Premiumbereich, da die bisher angewendeten Produktionsmethoden teuer und zeitaufwändig sind. Das neu entwickelte Pulpress-Verfahren ermöglicht laut Evonik die serienmäßige Fertigung komplexer Formbauteile zu einem wettbewerbsfähigen Preis für die Massenproduktion. Das neue Herstellungsverfahren ist vor allem durch seine Designfreiheit und das Crash-Verhalten der damit hergestellten Verbundbauteile, die zudem um 75 % leichter als herkömmliche Stahlstrukturen sind, charakterisiert. Im Vergleich zu Verbundbauteilen, die mit etablierten Verfahren wie der Harzinjektion hergestellt wurden, bietet das Pulpress-Verfahren nach Evonik-Angaben Kosteneinsparungen von bis zu 60 %.

Auch das neue, von Evonik und Forward Engineering gegründete Joint Venture Vestaro hat Leichtbau im Automobilbau zum Schwerpunkt. Es soll Composite-Lösungen für die industrielle Serienfertigung von Faserverbundbauteilen realisieren. Vestaro bündelt die Expertisen aus Spezialchemie und Ingenieurswesen, soll die Partnerschaft mit den Automobilherstellern weiter ausbauen und deren Leichtbauentwicklungen durch maßgeschneiderte Composite-Matrixsysteme unterstützen.

www.evonik.com/automotive

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