Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Elmet: Mehr Bediensicherheit beim LSR-Spritzgießen durch Barcode-Fasserkennung

Das Barcodesystem dient der zuverlässigen Unterscheidung der Komponenten A und B beim LSR-Spritzgießen. (Foto: Elmet)

Das Barcodesystem dient der zuverlässigen Unterscheidung der Komponenten A und B beim LSR-Spritzgießen. (Foto: Elmet)

Als integrierter Bestandteil seiner Komfort-Dosiersysteme des Typs Top 5000 P präsentiert Elemt, Oftering (Österreich), international aktiver Systemlieferant für den gesamten Bereich der Spritzgießverarbeitung von Zweikomponenten-Flüssigsilikonkautschuken (LSR), ein in der Branche zurzeit einmaliges, standardisiertes Barcode-System zur Fasskennzeichnung und -erkennung. Diese neue, gemeinsam mit dem Chemiekonzern Wacker, München, umgesetzte Kennzeichnung schließt ein Verwechseln der Komponenten A und B beim Tausch der optisch ähnlichen Fässer mit bisher nicht gekannter Sicherheit aus.

Die Unterstützung des renommierten Chemieunternehmens schafft die Basis für eine weite Verbreitung und Übernahme des neuen Barcode-Systems in der Praxis. Wacker versieht seine Fässer mit Banderolen, die zusätzlich zur herkömmlichen A- oder B-Kennzeichnung auch über einen umlaufenden Barcode verfügen, und Elmet stattet sein Hochleistungs-Dosiersystem ab sofort optional mit einer darauf abgestimmten Lesevorrichtung aus. Die Steuerung des Top 5000 P gibt das Eintauchen der Pumpe in das neue Fass ausschließlich dann frei, wenn der richtige Code erkannt wurde. Zunächst noch als Handscanner ausgeführt, wird ein in der Höhe justierbarer, fest installierter Leser folgen, sobald sich dieses Sicherheitssystem auf breiter Linie durchgesetzt hat. Bis dies soweit sein wird, bietet Elmet als Alternative ein entsprechendes Klebeband zur Applikation im Wareneingang an.

Dazu Helmut Gaderer, Vertriebsleiter bei Elmet: „Ungünstige Bedingungen führen in der Praxis überraschend häufig dazu, dass Mitarbeiter Fässer mit den Komponenten A und B trotz der bestehenden Kennzeichnung verwechseln. Wird die Maschine dann in Betrieb genommen, bedeutet dies unweigerlich einen Systemstillstand und extrem zeitraubende Reinigungsarbeiten mit bis zu 24 Stunden Produktionsausfall. Die dadurch verursachten Verluste für den Verarbeiter sind immer immens hoch. Unsere jetzt gemeinsam mit Wacker in die Praxis umgesetzte Idee verhindert dies zuverlässig. Zwei weitere große Hersteller von Rohstoffen für das Silikonspritzgießen prüfen zurzeit die Einführung, und auch alle weiteren sind aufgefordert, die wenig aufwändige Codierung zu übernehmen, um ihre Kunden vor dieser speziellen Verwechslungsgefahr zu schützen. Wir haben diese technische Lösung bewusst nicht schützen lassen und hoffen daher, dass sich unsere Idee zum Wohl aller LSR-Verarbeiter im Markt rasch und flächendeckend durchsetzt.“

Das mit dem neuen Scanner ausgerüstete Mehrkomponenten-Dosiersystem TOP 5000 P von Elmet ist für die Großserienfertigung hochwertiger Teile ausgelegt. Es eignet sich für Schussgewichte von unter 0,1 g bis zu mehreren Kilogramm, für 200-l- und 20-l-Gebinde und Materialviskositäten von 9.000 mPas bis 3.000.000 mPas, auch bei großen Viskositätsunterschieden zwischen A- und B-Komponente.

Mit seinen beiden getrennt voneinander arbeitenden Regelkreisen für das über 99%ige Entleeren der Gebinde und die Regelung des in den Prozess eingespeisten Volumens bewährt sich dieses System auch bei engen Prozessfenstern und schwierigen Bedingungen beim Anfahren. Die zusätzliche Additivregelung sichert eine hochpräzise und gleichbleibende Dosierung unabhängig von Ablagerungen, Verschleiß und Viskositätsunterschieden. Das nach allen Seiten offene Easy-Access-Konzept vereinfacht den Fasswechsel und verringert den dazu erforderlichen Platzbedarf. Die automatische Fassentlüftung vermindert den manuellen Aufwand beim Gebindewechsel. Zudem ermöglicht das System eine umfangreiche Dokumentation der Produktionsqualität.

www.elmet.com

Dieser Anbieter stellt auf der Fakuma 2017 in Friedrichshafen in Halle A5 am Stand A5-5306 aus
Halle: A5
Stand: A5-5306

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