Neue Maschinen, Werkstoffe und Verfahren

Akro-Plastic: Downhill mit High-Tech

Für diese Skibindung setzt Tyrolia bei den mechanisch beanspruchten Teilen das glasfaserverstärkte PA 6 Akromid B3 GF 45 1 ein. (Foto: Akro-Plastic)

Für diese Skibindung setzt Tyrolia bei den mechanisch beanspruchten Teilen das glasfaserverstärkte PA 6 Akromid B3 GF 45 1 ein. (Foto: Akro-Plastic)

In vielen Industriebereichen, besonders im Automobilbau, gehören technische Kunststoffe heute zum Standard, da sie wichtige Bestandteile des modernen Leichtbaus sind. Auch die Sport- und Freizeitindustrie legt großen Wert auf hochwertige Verarbeitung ihrer Sportgeräte und partizipiert daher von den in der Automobilindustrie entwickelten Spezifikationen. Die HTM Sport GmbH aus dem österreichischen Schwechat, besser bekannt durch ihren Markennamen Tyrolia, hat für ihre Skibindungen eine hochmoderne Fertigung entwickelt. Durch die rasante Weiterentwicklung im Wintersportbereich gewinnt das Thema verletzungsfreies Skifahren immer mehr an Bedeutung. Dabei ist die Bindung nicht bloß Verbindungsstück zwischen Ski und Schuh, sondern der kritische Erfolgsfaktor für Sicherheit und Performance im Schnee.

Dafür werden Sicherheitsbauteile in engsten Toleranzen hergestellt. Um diese Spezifikationen zu erreichen, sind neben den modernen Produktionsverfahren auch hochwertige Rohstoffe notwendig. Das Schwechater Unternehmen setzt hier seit Jahren auf die gute Zusammenarbeit mit dem Kunststoffspezialisten der Akro-Plastic GmbH, Niederzissen. Für die Skibindungen setzt es das PA 6 Akromid B3 GF 45 mit 45 % Glasfaserverstärkung, ein. Dies ist ein hochsteifes Material mit guten Zähigkeiten, sowohl bei Raumtemperatur als auch bei Minusgraden, die auf der Skipiste gefordert sind.

Neben den mechanischen Eigenschaften und guter Verarbeitbarkeit weisen die aus diesem Material gefertigten Bauteile eine hohe Oberflächenqualität auf. Dies ermöglicht dem Sportartikelhersteller, auf den zusätzlichen Arbeitsschritt des finalen Lackierens zu verzichten. Der Vorteil eines durchgefärbten Bauteils zeigt sich speziell bei kleinen Oberflächenbeschädigungen beim harten Einsatz auf der Piste oder im speziell beanspruchten Kinder- und Verleihsegment, wo die Skibindungen während einer Saison so einiges an Schlägen einstecken müssen.

Chargenkonstanz bei der Glasfaserdosierung für Akromid B3 GF 45 1. (Abb.: Akro-Plastic)

Chargenkonstanz bei der Glasfaserdosierung für Akromid B3 GF 45 1. (Abb.: Akro-Plastic)

Die hier beschriebenen Eigenschaften erreicht Akro-Plastic unter anderem durch ihre Extrusionstechnik, die vom Schwesterunternehmen Feddem GmbH & Co. KG bereitgestellt wird. Die beiden Unternehmen haben gemeinsam ein Konzept entwickelt, welches es ermöglicht, unabhängig vom Produktionsstandort weltweit die gleichen Qualitätsstandards zu erfüllen. Diese Technologie wird unter dem Namen ICX-Technology vermarktet. Hierzu gehören neben einer identischen Maschinen- und Peripherietechnik auch einheitliche Prozesse sowie erstklassige Rohstoffe. Neben der schonenden Einarbeitung der Glasfaser spielt auch dessen Dosierung und Homogenisierung im fertigen Compound eine entscheidende Rolle. Hier kann der Compoundeur eine gleichbleibende Fertigung unter engen Toleranzen garantieren. In der Grafik ist beispielhaft die Glasfaserdosierung für das Akromid B3 GF 45 1 schwarz (3851) über 25 Chargen dargestellt. Der Mittelwert aus diesen Chargen liegt bei 44,69 %. Die Spezifikationsgrenzen für die Glasfasern liegt aktuell bei 2,0 %. Durch diese geringen Abweichungen bei „Charge zu Charge“ -Produktion wird eine gleichbleibende Bauteilqualität realisiert.

www.akro-plastic.com
www.tyrolia.com

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